Die Grundregeln
Ein Spieler, der sogenannte Shooter, setzt einen bestimmten Betrag (das Banco), die anderen Spieler, die Faders, setzen dagegen. Sind die Einsätze gemacht, so wirft der Shooter zwei Würfel.
Wirft der Shooter im ersten Wurf
⦁ die Augensumme 7 oder 11, so hat er ein Natural und gewinnt sofort.
⦁ die Augensumme 2, 3 oder 12, so ist dies ein Crap und er verliert sofort.
⦁ die Augensumme 4, 5, 6, 8, 9 oder 10, so ist die geworfene Augensumme sein Point, und der Shooter würfelt ein weiteres Mal.

Ab dem zweiten Wurf gilt:
⦁ Wirft der Shooter dieselbe Augensumme wie im ersten Wurf, also seinen Point, so gewinnt er.
⦁ Wirft der Shooter die Augensumme 7, so verliert er („Sieben – aus dem Spiel“).
⦁ Wirft er irgendeine andere Augensumme, so würfelt er ein weiteres Mal.
Gewinnt der Shooter, so darf er die Würfel behalten und weiterspielen; er darf dann aber aus der Bank keine Gewinne entnehmen. Verliert der Shooter, weil er im ersten Wurf einen Crap geworfen hat, so darf er – wenn er möchte – ebenfalls die Würfel behalten und ein neues Banco legen. Der Shooter kann aber die Würfel auch an seinen rechten Nachbarn weitergeben.
Verliert der Shooter durch den Wurf einer Sieben, so muss er die Würfel an seinen rechten Nachbarn weitergeben.
Der Shooter gewinnt mit Wahrscheinlichkeit von 244/495 oder 49,29 %; er ist somit gegenüber den Faders im Nachteil, der Vorteil der Faders beträgt ca. 1,41 %.
In einem einzelnen Spiel sind bis zur Entscheidung über Gewinn oder Verlust im Mittel (i.e. die erwartete Spieldauer) 3,4 Würfe erforderlich.

Weitere Regeln und Ergänzungen

Beim Craps ist es üblich, die Würfel mit der Hand gegen eine Wand zu werfen, Würfelbecher werden nicht verwendet. Craps-Würfel, auch African Dominoes genannt, sind rot, durchsichtig und haben scharfe Kanten und Ecken (sind also nicht abgerundet), die Augen sind durch große weiße volle Kreise dargestellt.
Setzen die Faders insgesamt weniger als das Banco, so darf der Shooter den Differenzbetrag herausnehmen.
Setzen die Faders insgesamt einen höheren Betrag als die aktuelle Summe, so kann der Shooter, wenn er möchte, den Differenzbetrag in das Banco einbringen und das Spiel in voller Höhe halten. Will der Shooter das Banco aber nicht erhöhen, so gelten die Einsätze gemäß folgender Regel
⦁ Ist es das erste Spiel des Shooters, so gilt zuerst der Einsatz desjenigen Spielers, der gerade die Würfel hat abgeben müssen, und sodann die Einsätze der Spieler zur Rechten des Shooters bis zum Erreichen des Bankbetrages.
⦁ Hat der Shooter gerade ein Spiel gewonnen, so gilt zuerst der Einsatz desjenigen Spielers, der im vorangegangenen Spiel den höchsten Einsatz getätigt hat, und sodann die Einsätze der Spieler zur Rechten des Shooters bis zum Erreichen des Bankbetrages. Gleiches gilt für das erste Spiel des Shooters, falls der vorherige Shooter die Würfel freiwillig abgegeben hat.

⦁ Hat der Shooter gerade ein Spiel durch einen Crap-Wurf verloren und eine neue Bank gelegt, so gilt zuerst der Einsatz desjenigen Spielers, der den höchsten Einsatz getätigt hat, und sodann die Einsätze der Spieler zur Rechten des Shooters bis zum Erreichen des Bankbetrages.
Neben dem eigentlichen Spiel können die Teilnehmer untereinander verschiedenste Nebenwetten (Side bets) abschließen, z.B. dass im nächsten Wurf eine bestimmte Augenzahl fällt oder nicht fällt, dass eine gewisse Augenzahl vor einer Sieben fällt, oder nicht, etc.
Im Casinospiel werden diese Nebenwetten nicht von den Spielern untereinander, sondern gegen das Casino (The House) gesetzt.
Quelle: wikipedia